Im 19. Jahrhundert war Gardanne ein Landwirtschaftsbetrieb mit Schafzucht, Oliven- und Weinkultur.
Zu jener Zeit dominierten Olivenbäume die Hügelketten von Grasse bis Draguignan.
Der Winter 1956 war ungewöhnlich kalt mit Temperaturen von -10 Grad Celsisus während mehreren Tagen. Praktisch alle Olivenbäume erfroren.
Die Produktion von Olivenöl hörte praktisch auf. Die Olivenhaine wurden von Fichten überwuchert und die Trockenmauern zerfielen wegen mangelndem Unterhalt.
Viele Bauern zogen in die Städte und die Bauernhöfe verkamen zu Ruinen, was auch mit Gardanne geschah.
Gardanne wurde in den achtziger Jahren renoviert. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, wurde ein Damm gebaut um das Regenwasser vor allem im Winter aufzufangen.
Der Südhang war praktisch zu Wald geworden und nur einige Reste von Trockenmauern und vereinzelte Olivenbäume deuteten auf einen früheren Olivenanbau hin. Es wurde beschlossen, die Fichten zu roden und die Terassen wieder zu erstellen. Zwischen den Terassen wurden Trockenmauern gebaut und dort wo der Abstand zwischen den Terassen zu gross war um Mauern zu erstellen, wurden Böschungen mit aromatischen Pflanzen geschaffen.
Die Terassen wurden mit lokalen Sorten von Olivenbäumen bepflanzt und es zeigt sich, dass der Olivenbaum in Terassenlage besonders gut gedeiht.
Unser Ziel ist es ein Olivenöl von höchster Qualität umweltschonend zu produzieren. Das Handpflücken im November und Dezember bewahrt die Frucht vor Verletzung und trägt zur Frische des Geruchs bei. Das Mischen von verschiedenen Sorten von Oliven ergibt einen einzigartigen Charakter der ähnlich wie beim Wein auch von der sich von Jahr zu Jahr ändernden Witterung abhängt.
Jede Jahreszeit verlangt eine besondere Arbeit. Ende August werden die Feigen auf Bambusmatten getrocknet und zur Konservierung im Ofen karamelisiert. Getrocknete Feigen im Winter am Kamin zu essen, ist ein exquisiter Genuss.
Die Monate Oktober und November sind besonders wichtig für den Pilzsammler. Das milde Klima und die Eichenwälder gefallen den Chanterelles, Cèpes, Sanguins, Oronges, Coulemelles.
Es gäbe noch so viel zu erzählen, aber wir überlassen es Ihnen, selbst einige Entdeckungen zu machen.
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